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(Transkript)

Wer ein Studium absolviert, muss selbst eine gute wissenschaftliche Praxis beweisen. Die DFG-Empfehlungen der Kommission »Selbstkontrolle in der Wissenschaft. Vorschläge zur Sicherung guter wissenschaftliche Praxis« vom Januar 1998 benennen dazu als Kriterien:

• nach anerkannten Forschungsstandards der eigenen Disziplin zu arbeiten,

• die Resultate zu dokumentieren,

•die eigenen Ergebnisse konsequent selbst anzuzweifeln,

• Ehrlichkeit im Hinblick auf die Beiträge Dritter zu wahren. (Vgl. Deutsche Forschungsgemeinschaft 1998: 3 f.)

Als Betrug wertet man den Verstoß gegen wissenschaftliche Grundregeln. Solche Verstöße sind erfundene oder gefälschte Daten und Plagiate.

Daher ist große Sorgfalt beim Schreiben geboten – und die ständige Vergewisserung, ob man diesen Kriterien der Deutschen Forschungsgemeinschaft entspricht.

In diesem Teil, in der Lektion zum wissenschaftlichen Schreiben, widmen wir uns der Frage, wie wir am besten die notwendigen Bestandteile unserer Arbeit angehen.

Struktur einer wissenschaftlichen Arbeit

Bei kleineren wissenschaftlichen Arbeiten kann so vorgegangen werden:



Abbildung 26: Strukturmodell kleinerer Arbeiten
Quelle: Eigene Darstellung

Nach (1.) Beschreibung und Begründung der Problemstellung, einer daraus resultierenden Zielsetzung für die Untersuchung sowie der sie operationalisierenden Arbeitsfrage wird im nächsten Kapitel (2.) der Untersuchungsgegenstand beschrieben, und zwar strikt unter der Perspektive des Untersuchungsziels.

Danach (3.) werden Kriterien aus vorhandenen Untersuchungen und ggf. zusätzlich aus berufsfachlichen Quellen erarbeitet und zu einem Analyseinstrumentarium zusammengestellt.

In der Durchführung der Analyse (4.) dienen sie zur Verprobung des Untersuchungsgegenstands. Die einzelnen Ergebnisse der Analyse - ob argumentierend oder anhand von Messergebnissen durchgeführt - sollten zusammen mit ihrer jeweiligen Stärke auch tabellarisch erfasst werden.

Im letzten Kapitel (5.) kommen keine neuen Aspekte oder Inhalte mehr vor - hier werden die Ergebnisse mitsamt ihrer Stärkenbeschreibungen mit Blick auf das Untersuchungsziel interpretiert und die Arbeitsfrage wird explizit beantwortet.

Bei umfangreicheren wissenschaftlichen Arbeiten kann so vorgegangen werden:



Abbildung 27: Strukturmodell größerer Arbeiten
Quelle: Eigene Darstellung

Nach (1.) Beschreibung und Begründung der Problemstellung, einer daraus resultierenden Zielsetzung für die Untersuchung sowie der sie operationalisierenden Forschungsfrage wird im nächsten Schritt (2.) ausführlich der Stand der Forschung beschrieben, und zwar strikt unter der Perspektive des Untersuchungsziels.

Danach (3.) wird der Bezugsrahmen zum Vorherigen definiert und das Forschungsdesign wird bestimmt. Dazu zählen die begründete Wahl der Methoden sowie die Darlegung der gewählten Ausschöpfungs- und Umsetzungsweisen der Methoden.

In der Durchführung (4.) werden Annahmen bzw. Hypothesen erarbeitet und durch Analysen bzw. Anwendung empirischer Methoden untersucht. Die erlangten Ergebnisse sollten zusammen mit ihrer jeweiligen Stärke auch tabellarisch erfasst werden.

Im letzten Schritt (5.) kommen keine neuen Aspekte oder Inhalte mehr vor - hier werden die Ergebnisse mitsamt ihrer Stärkenbeschreibungen mit Blick auf das Untersuchungsziel interpretiert und die Forschungsfrage wird explizit beantwortet.

Die Schritte 2 bis 4 können sich hier durchaus jeweils über mehrere Kapitel erstrecken. ____________________________________

Nachdem Sie soweit mitgearbeitet haben, lade ich Sie herzlich ein zu zwei kostenlosen Webinaren!

Das Webinar „Richtig zitieren – Plagiate vermeiden“ gibt Ihnen wertvolle Tipps dazu, worauf Sie bei der Quellenwahl und deren Darstellung achten sollten:

• Zitierweisen und Darstellungsformen werden anhand von Fallbeispielen und auch von Negativbeispielen vorgestellt.

• Insbesondere geht es darum, Plagiate zu vemeiden, die immer wieder – meist sogar unabsichtlich – erzeugt werden.

• Zur weiteren Vertiefung erhalten die Teilnehmer ebenfalls kostenlos das Manuskript des Lehrbuchs „Forschen lernen“.

Es erwarten Sie also eine Menge Tipps und am Schluss unsere Rubrik „Ihre Fragen – unsere Antworten“.

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Das Webinar „Die Forschungsfrage“ erläutert Ihnen, worauf Sie bei der Entwicklung und Beantwortung Ihrer Forschungsfrage achten sollten:

• Formulierungen werden anhand von Fallbeispielen und bewusst auch anhand von Negativbeispielen besprochen.

• Kernthema des Webinars ist die Frage, wie man seine eigene Forschungsfrage zielführend entwickeln kann.

• Dabei gehen wir natürlich auch auf die Themenfindung und Themenformulierung ein – und wir überlegen uns, wie eine tatsächlich erreichbare Zielsetzung definiert werden kann.

• Es erwarten Sie also eine Menge Tipps und passend zum Thema das brandneue E-Book „Entwicklung einer Forschungsfrage – Handreichung mit Beispielen aus der Hochschulpraxis“ zum kostenlosen Download.

• Und am Schluss erwartet Sie wie immer unsere Rubrik „Ihre Fragen – unsere Antworten“.


396012
Lesson Creator
Berlin, Germany
Fragen stellen und einander (!) Antworten geben...!
08/17/2016 • 
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